Schulleben

„Pssst, hier wird Abitur geschrieben…“

Auch am Gymnasium Freyung starteten gestern die schriftlichen Abiturprüfungen, und zwar mit dem Fach Biologie, das 22 der insgesamt 39 Abiturienten als schriftliches Prüfungsfach gewählt haben. Bis 13. Mai stehen am Freyunger Gymnasium noch schriftliche Prüfungen in den Fächern Physik, Chemie, Deutsch, Englisch, Mathematik, Religion und Sport an. Jeder Schüler muss insgesamt fünf Prüfungen ablegen, drei davon schriftlich. Die beiden Kolloquien werden in der Woche vor und in der Woche nach den Pfingstferien abgelegt.

Das diesjährige Abitur ist das erste im wiedereingeführten neunjährigen Gymnasium. Entsprechend groß ist die Spannung bei den Prüflingen wie auch bei ihren Lehrern, wie die Prüfungen im neuen und etwas veränderten Format in der Praxis aussehen werden.

Schulleiter Oberstudiendirektor Christian Weishäupl äußerte sich jedenfalls zuversichtlich: "Ich bin überzeugt, dass alle unsere 39 Abiturienten bestmöglich auf die Prüfungen vorbereitet wurden und deshalb die Prüfungen auch gut meistern werden."

 

Foto (Schule): Hoch konzentriert bearbeiten die Kandidaten ihr Biologieabitur

 

 

Wissenschaft hautnah: Universitäre Linguistik zu Gast an zwei Gymnasien

Im Rahmen der Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe am Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen, die unter dem Leitthema „Heimat“ stand, konnte mit Prof. Dr. Lars Bülow von der LMU München ein Experte für Dialektologie gewonnen werden. Von seiner Expertise profitierte auch das benachbarte Gymnasium Freyung: In enger Kooperation beider Schulen wurde der Besuch des Wissenschaftlers aus München bestmöglich genutzt. Nach seiner Mitwirkung an der Wissenschaftswoche am Gymnasium Waldkirchen hielt Prof. Dr. Lars Bülow am Gymnasium Freyung einen wissenschaftlichen Vortrag für die 11. Jahrgangsstufe. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf den bevorstehenden Eintritt in die Oberstufe sowie auf die am Gymnasium Freyung im Sommer anstehende Wissenschaftswoche einen ersten Einblick in wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen. Dabei vermittelte Prof. Dr. Lars Bülow grundlegende Perspektiven auf Sprache, sprachliche Variation und Sprachwandel. Nach einer Einführung in zentrale Fragestellungen der Linguistik gab er seinem Publikum einen Einblick in eine aktuelle Fallstudie zum Präteritumschwund. Besonderes Interesse weckte die abschließende Vorstellung des neuen Tools zur Erforschung der bayerischen Dialektlandschaft, der Dialekt-App „DaBay“, die Prof. Dr. Bülow anhand zahlreicher Beispiele veranschaulichte. Die unmittelbare Nähe des Themas zur Lebenswelt der Jugendlichen führte zu einer lebhaften Diskussion über den jeweils „eigenen“ Dialekt, sodass der Vortrag mit einem regen Austausch zwischen den Schülern und dem Referenten endete. Am Nachmittag schloss sich ein besonderer Programmpunkt an: Mit OStD Christian Weishäupl, OStRin Angelika Weishäupl, OStRin Heike Schneider und OStRin Teresa Geißinger stellten sich vier Lehrkräfte der beiden Gymnasien für aktuelle sprachwissenschaftliche Forschungszwecke zur Verfügung. Die LMU München ist an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Revisiting the role of the Accessibility Hierarchy for variation in relativizability and relativizers“ beteiligt, in dessen Rahmen dialektale Sprachdaten erhoben werden. Die teilnehmenden Lehrkräfte wurden in einer möglichst natürlichen Kommunikationssituation – beim gemeinsamen Kartenspiel – aufgezeichnet, um ihren Dialekt für die Forschung zugänglich zu machen. Im Unterschied zu der zuvor vorgestellten Dialekterhebung über die App „DaBay“, die breit angelegte sprachliche Phänomene untersucht und Daten indirekt erhebt, handelt es sich bei diesem Projekt um eine gezielte Direkterhebung. Ziel ist die detaillierte Analyse eines spezifischen sprachlichen Phänomens. Dass Lehrkräfte beider Schulen aktiv an universitärer Forschung mitwirken konnten, machte diesen Nachmittag zu einem eindrucksvollen Beispiel gelebter Zusammenarbeit zwischen Schule und Wissenschaft.

Foto oben: (von links) Angelika Weishäupl und Heike Schneider (Gymnasium Waldkirchen), Prof. Dr. Lars Bülow und Sonja Quehenberger (LMU München), Schulleiter Christian Weishäupl und Teresa Geißinger (Gymnasium Freyung) beim gemeinsamen Kartenspiel

NaturVision Filmtage 2024

Auch in diesem Jahr konnten unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der NaturVision Filmtage Bayerischer Wald einige Highlights auf großer Leinwand im Freyunger Museum Jagd Land Fluss erleben.

Die Medien werden von schlechten Nachrichten beherrscht. Weltweit sind viele Flüsse und Seen in Besorgnis erregendem Zustand: Verunreinigt, überdüngt, eingedeicht, begradigt oder sogar komplett trockengelegt. Doch die Dokumentation „Gute Nachrichten vom Planeten - Wie wir gut mit Gewässern umgehen" vermittelte, dass es in vielen Teilen der Welt besser zugeht, als viele glauben. Engagierte Menschen in vielen Ländern machen uns vor, dass die Fehler der Vergangenheit behoben werden und Gewässer wieder belebt werden können. So zeigte dieser Film Wege aus der Krise und macht Mut.

Michael Behringer (2024)

Fleißige Schulbienen

Es summt und brummt am Gymnasium Freyung. Bienenvölker betreuen, vermehren und den eigenen Honig ernten und vermarkten. Das lernen die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses Schulimkerei am Gymnasium Freyung bei Lehrkraft Michael Resch. Derzeit betreuen die Schüler zwei Völker im Bereich des Gymnasiums. Das schöne Wetter der letzten Wochen hat den Schulbienen sehr gut getan. Bei der Durchsicht der Bienenvölker stellten die Schüler des Wahlkurses Schulimkerei erfreut fest, dass dieses Jahr eine sehr gute Blütenhonigernte zu erwarten ist, wie die gut gefüllten Waben zeigen.

Foto: Stolz präsentieren einige Mitglieder der Schulimkerei die bereits gut gefüllten Honigwaben

Im Schulgarten beginnt die "Acker-Zeit"

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe bereits fleißig umgegraben, den Boden erforscht und die Beete startklar gemacht hatten, ging es nun endlich los im Schulgarten. Unter der fachkundigen Anleitung von unserem Acker-Coach Louis Hibsch  pflanzten und säten wir Anfang Mai das erste Gemüse dieser Gartensaison. Der Schulgarten wird nun von den 5. Klassen regelmäßig gepflegt und wir sind zuversichtlich, dass wir bereits vor den Sommerferien das erste eigene Gemüse ernten können.

Michael Behringer (2024)

 

Schüler der 5. Klassen beim Pflegen unseres Schulgartens (Fotos: Philipp Alberth)


Freinger Zwitscher-Blatt

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