Umwelt- und Wertebildung sind am Gymnasium Freyung Leitprinzipien, die alles schulische Lernen durchdringen.
Der Bezug zur Natur ist für heutige Schülerinnen und Schüler wichtiger denn je. Umwelterziehung und Erziehung zur Nachhaltigkeit sind deshalb am Gymnasium Freyung keine Randthemen, sondern bilden übergeordnete Unterrichtsziele. Das Einbeziehen des Schulgartens in den Unterricht und die aus einer Nationalparkschule folgenden Konkretisierungen im Schulalltag eröffnen hierbei durchgehend viele lebenspraktische Lernzugänge.
In einer von den digitalen Medien und sog. „sozialen“ Plattformen geprägten Welt wird nicht nur für Schülerinnen und Schüler ein Gespür dafür wichtig, was erlaubt ist und was nicht, wo der Spaß aufhört und Mobbing beginnt, wo Ressentiments in Rassismus umschlagen. Politische Bildung fängt am Gymnasium Freyung deshalb durchgehend im Rahmen des pädagogischen Programms „Gemeinsam Klasse sein“ an.
Im Rahmen der Umweltbildung entwickeln Schülerinnen und Schüler Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt und erweitern ihre Kenntnisse über die komplexe und wechselseitige Abhängigkeit zwischen Mensch und Umwelt. Sie gehen sorgsam mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Ressourcen um, damit Lebensgrundlage und Gestaltungsmöglichkeiten der jetzigen und der zukünftigen Generationen in allen Regionen der Welt gesichert werden.
Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Wissen über Umwelt- und Entwicklungsprobleme, deren komplexe Ursachen sowie Auswirkungen an und setzen sich mit Normen und Werten auseinander, um ihre Umwelt wie auch die vernetzte Welt im Sinne des Globalen Lernens kreativ mit gestalten zu können.
Das Gymnasium Freyung versteht sich als "Gewächshaus". Bei diesem Wachstumsprozess begleitet das Gymnasium seine Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, indem es sie nicht vorrangig als Schülerrinnen und Schüler, sondern als Menschen sieht. Denn Bindung fördert Bildung. Beziehung als Voraussetzung von Erziehung ist deshalb ein Leitprinzip am Gymnasium Freyung.
Lernen basiert auf Motivation. Motivation hängt nicht zuletzt vom Lehrer-Schüler-Verhältnis ab. Deshalb wird am Gymnasium Freyung stets daran gearbeitet, dass das Lehrer-Schüler-Verhältnis gut ist und es auch bleibt.
Schulisches Lernen und Lehren am Gymnasium, auch am Gymnasium Freyung hat sich verändert. Schülerinnen und Schüler werden nicht mehr nach denselben Methoden unterrichtet und Kriterien beurteilt wie früher. Unterricht und Leistungserwartungen sind an die Bedingungen des Jetzt angepasst. Formen der Differenzierung, im Extrem sogar der Individualisierung treten in den Vordergrund. Insbesondere das Erlernen einer Zweiten Fremdsprache wird am Gymnasium Freyung in der Hinsicht neu interpretiert, dass diese weniger als Selektionsinstrument, sondern als bereicherndes Element in der Entwicklung eines Kindes verstanden wird.
Schulisches Lernen und Lehren wird am Gymnasium Freyung nicht auf den Erwerb von Fachwissen eingeengt. Denn Lernen findet nicht nur statt, wenn man Texte übersetzt, Aufgaben rechnet, Aufsätze schreibt …. Deshalb bildet das Gymnasium Freyung neben der Sachkompetenz auch Methodenkompetenzen (wissen, wie man lernt), Selbstkompetenz (in Akzeptanz der eigenen Stärken und Schwächen Selbstvertrauen aufbauen) und Sozialkompetenz bzw. Teamfähigkeit (zusammen mit anderen etwas erarbeiten). Ein Leitprinzip am Gymnasiums Freyung ist es deshalb, zwar weiterhin die Sachkompetenz zu fördern, den Weg dorthin aber auf die verschiedenen Kompetenzbereiche, Aufnahmekapazitäten und -kanäle der Schülerinnen und Schüler abzustimmen.
Schulisches Lernen und Lehren mündet in Prüfungen. Mit zunehmender Jahrgangstufe steigert sich die Zahl der zu absolvierenden Prüfungen nicht unerheblich, was Stress und Leistungsdruck hervorruft. Um diesen Druck auszugleichen, wird das Schuljahr am Gymnasium Freyung insbesondere am Ende der großen Lernblöcke vor Weihnachten und Ostern durch besondere Elemente rhythmisiert. Denn wie in der Musik sind beim Lernen und Lernen nicht nur Noten, sondern auch Pausen wichtig.
Schulisches Lernen und Lehren findet in Gruppen statt. Die Gruppengröße ist dabei nicht allein entscheidend, aber auch nicht unerheblich. Deshalb werden die finanziellen und personellen Ressourcen am Gymnasium Freyung so eingesetzt, dass in den Kernfächern, soweit wie möglich, kleine Gruppen gebildet werden.
